DOSTA-Bericht 2025: 293 dokumentierte Vorfälle antiziganistischer Diskriminierung in Berlin – höchste je erfasste Fallzahl und besorgniserregende Entwicklungen
Amaro Foro e.V. fordert dringende Umsetzung von Handlungsempfehlungen
Berlin, den 28.4.2026
Die Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA/MIA Berlin) veröffentlicht heute im Rahmen einer Pressekonferenz ihren Jahresbericht für 2025. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 293 Vorfälle antiziganistischer Diskriminierung in Berlin erfasst – die höchste je dokumentierte Fallzahl. Damit wird erneut das Niveau der bereits hohen Werte der Vorjahre übertroffen.
„Die konstant hohen und nun nochmals gestiegenen Fallzahlen zeigen, dass Antiziganismus ein strukturelles Problem bleibt. Gleichzeitig wissen wir, dass viele Betroffene Diskriminierung nicht melden – aus Angst vor Konsequenzen oder fehlendem Vertrauen in Institutionen“, sagt Projektleitung Violeta Balog.
Die meisten dokumentierten Vorfälle ereigneten sich in den Lebensbereichen Alltag und öffentlicher Raum (66 Fälle), Bildung (60 Fälle) sowie Kontakt zu Behörden (42 Fälle). Besonders im Bildungsbereich verzeichnet DOSTA/MIA Berlin einen Anstieg antiziganistischen Mobbings gegenüber Schüler:innen, die Rom:nja sind. Gleichzeitig fehlt es weiterhin an ausreichender Aufklärung über Antiziganismus sowie an unabhängigen Beschwerdestrukturen an Schulen. Ein wiederkehrendes Problem stellt zudem die fortgesetzte Nutzung rassistischer Fremdbezeichnungen dar, die in verschiedenen Lebensbereichen – auch im schulischen Kontext – zunehmend normalisiert wird und weiterhin Teil alltäglicher Diskriminierung ist.
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