Anlaufstelle

Über das Projekt

Seit dem Beitritt Rumäniens und Bulgariens in die Europäische Union im Jahr 2007 nutzen immer mehr Menschen aus diesen Ländern ihr europäisches Freizügigkeitsrecht auf Grund der dortigen miserablen sozialen Situation und einer starken Stigmatisierung und Diskriminierung.

Die Anlaufstelle ist ein Projekt für neuzugewanderten EU-Bürger*innen schwerpunktmäßig aus Bulgarien und Rumänien. Dabei orientiert sich die Anlaufstelle am Bedarf der Menschen und fungiert als Brücke zwischen bereits bestehenden Angeboten und den Selbsthilfepotentialen der Zielgruppe. Schwerpunkt der Beratungsarbeit ist die Vermittlung in bereits bestehende Unterstützungssysteme und Regeldienste. Wir suchen nach pragmatischen Lösungen, um den Menschen hier eine realistische Perspektive bieten zu können. Die Anlaufstelle ist ein erster Schritt in diese Richtung.

Das Projekt fördert darüber hinaus die soziale Teilhabe der lokalen Gemeinschaft und setzt sich  präventiv gegen Ausgrenzung, für Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe ein.

Die Anlaufstelle bietet kostenlose Beratung sowie

  •  Begleitung und Sprachmittlung bei sozialen Einrichtungen, Gesundheitsversorgung und Behörden
  •  Vermittlungsberatung zu anderen Beratungsstellen und Einrichtungen
  •  Aufsuchende Sozialarbeit an den bestehenden Brennpunkten

Die aktuelle Beratungszeiten finden Sie links unter "Infos für Beratunssuchende"

Intervention gegen Antiziganismus

Im Rahmen fachlicher Diskussionen und öffentlicher Veranstaltungen, sowie aktiver Pressearbeit wird die fachliche und allgemeine Öffentlichkeit für ein differenziertes und tieferes Verständnis bezüglich der Lebenssituationen, der juristischen Rahmenbedingungen und der Migrationsprozesse sensibilisiert. Wir dokumentieren zudem antiziganistische Diskriminierung und unterstützen bei Beschwerden.

 

Das Projekt ABERN wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) sowie aus Landesmitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gefördert.