Fortbildungsangebot für Sozialberater*innen

Fortbildungsangebot für Sozialberater*innen

Antiziganistische Diskriminierung erkennen, an der Seite von Betroffenen intervenieren und strategisch Diskriminierung entgegenwirken - berufsethisch fundiert, sensibilisiert und informiert
 

Fachkräfte der Sozialberatung treffen bei ihrer ganzheitlichen und lebensweltorientierten Unterstützungstätigkeit auch auf Unionsbürger*innen, denen es häufig an verlässlichen strategischen Kenntnissen und Orientierungswissen im Hinblick auf verbürgte Rechtsansprüche (etwa SGBII-Leistungen und Diskriminierungsschutz) und problemadäquate Dienstleistungen (Sozialberatungen/Antidiskriminierungsberatung) im gegliederten System der sozialen Sicherung mangelt. Zugleich sind Menschen aus Rumänien, Bulgarien sowie den umliegenden Ländern durch die Zuweisung zu einer ethnischen Gruppe sowohl im Herkunftsland als auch in Deutschland aufgrund antiziganistischer Stereotype, die tief im kollektiven Gedächtnis der Mehrheitsgesellschaft verankert sind, Marginalisierung und Stigmatisierung ausgesetzt. Von antiziganistischer Diskriminierung Betroffene befinden sich systematisch in einer Position der Machtlosigkeit und in prekären Lebenslagen, aufgrund der strukturell ungleichen Zuweisung von Lebenschancen und der Begrenzung von Handlungsräumen durch Diskriminierung. Die ungenügende ökonomische Mindestabsicherung führt für die Betroffenen zu mitunter erheblichen Versorgungsdefiziten und Existenzängsten.

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