Beschreibung des Kinderprogramms: Geschichten gestalten

In verschiedenen Blöcken entdecken wir die Geheimnisse der Kunstformen: wie kann man was erzählen?

Wie würdet ihre eure Geschichten erzählen:

  • Texte schreiben
  • graphisch darstellen mit Fotos
  • Zeichnungen, Siebdruck
  • bewegende Bilder: Filme drehen
  • ohne Bild, sondern mit Musikdeine Geschichte erzählen
  • Objekte, Masken und Puppen atmen zu lassen – alles zusammen in ein GROSSES THEATER


Hintergrundinformation:

In „Das Spiel der Gestaltung von Geschichten: Gib einer Geschichte deine Gestalt“ fragen wir was Geschichten sind, welche (Kunst-)Form diese bekommen können und wie ein Publikum diese interpretiert.

In verschiedenen Zyklen stellen wir immer mindestens zwei „gleiche“ Geschichten in unterschiedlicher Fassung einander gegenüber und untersuchen die Unterschiede und deren Wirkungen. Wie wurde Andersens Geschichte von „der kleinen Meerjungfrau“ in der Disney-Verfilmung „Arielle, die Meerjungfrau“ angepasst? Was für Figuren werden in beiden Geschichten dargestellt? Wie sehen die Welten aus, in denen sie leben? Auf lockere, detektivische Art analysieren wir im ersten Zyklus diese Geschichten und nähern uns so dem komplexen Thema der Wirklichkeitskonstruktion: Welche Mittel stehen Menschen zur Verfügung, um Geschichten in die Welt zu setzen und wie gerne glauben wir Menschen diesen Konstruktionen? Was wird wie erzählt? Was wird nie erzählt? Was passiert bei Übersetzungen oder wenn die Geschichte weitererzählt wird? Wie wichtig ist es, dass man exakt das Gleiche, bzw. das, was gemeint war, versteht? Das Projekt starten wir mit der Analyse und Bearbeitung von Geschichten in reiner sprachlicher Form: Wie kann man nur mit Sprache Geschichten gestalten? Inwiefern sind erzählte Geschichten anders als geschriebene Erzählungen?

Wir nehmen uns die Zeit, um uns dem Erzählen an sich zu widmen. Das wird die Grundlage bilden, um in den kommenden Zyklen andere Kunstformen als Erzähl-Medium zu erforschen; Dass wir Geschichten nicht nur mit Worten, sondern auch mit Bildern, Musik, Tanz, Installationen, Fotos,... erzählen können, ist der gestalterische Fokus des Projektes. Jeder Zyklus steht im Zeichen einer Kunstform. Ähnlich wie bei der Sprache analysieren wir die spezifischen Eigenarten, die jede Kunstform fürs Geschichten „erzählen“ in sich trägt. Was erzählt Musik besser als Worte? Wie wirken Kostüme und Masken? Wie kann eine Installation eine Geschichte vermitteln?

Der dritte Aspekt, wie ein Publikum eine Geschichte interpretiert, kommt mit den öffentlichen Zeigemomenten ins Spiel. Wir suchen bewusst die Jugend- und Kunstzentren der Umgebung auf, um unsere Ergebnisse an sehr unterschiedlichen Orten mit einem Publikum zu teilen. Einerseits geht es uns hier darum, die Erfahrungen des Selbstvertrauens und der Verantwortlichkeit zu fördern, andererseits um die Reaktionen des Publikums ausführlich analysieren und einordnen zu können.

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