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Jugendverband

Amaro Foro e.V. ist ein Jugendverband von Roma und Nicht-Roma mit dem Ziel, jungen Menschen durch Empowerment, Mobilisierung, Selbstorganisation und Partizipation Raum zu schaffen, um aktive Bürger_innen zu werden.  Als junge Roma und Nicht-Roma übernehmen wir gemeinsam Verantwortung in der Gesellschaft für Achtung und gegenseitigen Respekt. mehr>>

Beratungsangebote

Amaro Foro in Berlin bietet eine eigenständige Beratungsstelle schwerpunktmäßig für rumänische und bulgarische Roma mit Sprachmittlung, aufsuchender Arbeit und Sozialberatung. Zudem sensibilisiert die Anlaufstelle die Mehrheitsgesellschaft für die soziale Lage der Migrant_innen und interveniert gegen Antiziganismus. mehr>>

Kinderprogramm

Das Kinderprogramm von Amaro Foro e.V. ist ein Bildungsangebot für zugezogene Kinder im Grundschulalter (6-12 Jahre), vornehmlich aus den EU-Beitrittsländern Rumänien und Bulgarien. Ziel ist eine soziale, emotionale sowie schulische Förderung von Kindern mit Roma-Hintergrund insbesondere in Bildungseinrichtungen des Stadtteils Neukölln. mehr>>

Spenden

Was, wenn sie Jude gesagt hätten?

Der Antisemitismus ist – vor dem Hintergrund der Shoah – heute in der Öffentlichkeit der mittel- und westeuropäischen Länder weitgehend tabusiert, und kommt meist nur verklausuliert, in Codes, verschleiert und in Andeutungen, zum Ausdruck. Im Gegensatz dazu ist der Antiziganismus, das Ressentiment gegen Roma, nach wie vor in kaum kaschierter Form allgegenwärtig. Erst in jüngster Zeit beginnt man sich mit dieser speziellen Spielart des Rassismus gesellschaftlich und wissenschaftlich auseinanderzusetzen. Um Bewusstsein dafür zu schaffen, wie präsent und großteils unreflektiert sich dieses Phänomen bis heute im öffentlichen Diskurs artikuliert, hat sich eine britische Aktivistengruppe nun einen einfachen Programmiertrick für eine neue Website einfallen lassen: Jewify.org ersetzt in beliebigen (englischsprachigen) Zeitungsartikeln einfach das Wort Gyspy (bzw. Traveller) mit Jew und führt so – dank des Vergleichs mit der erfolgreichen Tabuisierung des Antisemitismus – sehr anschaulich vor Augen, wie viel Aufholbedarf unsere Gesellschaft im Hinblick auf den Antiziganismus noch hat. Vieles, das einen Aufschrei der Empörung nach sich ziehen müsste, erscheint uns in diesem Fall als mediale Alltagsrealität. Was aber, lautet die simple Frage der Website, wenn sie stattdessen Jude gesagt hätten?

Oder halten Sie etwa Schlagzeilen wie diese für möglich?

Juden-Kriminalität: Wie Juden-Sippen funktionieren (20min.ch)
Wahlkampf in Mailand: Berlusconi warnt vor „Stadt voller Juden“ (Welt)
Italien: Polizei nimmt Juden in Lagern Fingerabdrücke ab (Presse)

 

Fundraising-Workshop der DJO im Bahratal

 

Sachsen, 30. Juli: 50 Jugendliche der bundesweiten Jugendorganisation DJO Deutsche Jugend in Europa e.V. reisten für eine Woche ins Bahratal in der Sächsischen Schweiz an der tschechischen Grenze, um mehr über die Fundraising- und Finanzierungsarbeit für die Jugendarbeit zu lernen. Schwerpunkte waren die Finanzierungsinstrumente „die Gesellschafter“ der Aktion Mensch und die Fördermöglichkeiten beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF. Es war sehr professionell strukturiert, es wurde an alles gedacht und wir hatten eine sehr tolle Stimmung, Spaß und viel Arbeit. Bewunderswert war die Aufgeschlossenheit, Offenheit und das Interesse aller Teilnehmenden untereinander, insbesondere aber auch uns Roma gegenüber. Man merkt, dass noch ganz viel zu tun ist, da die Leute interessiert sind, aber kaum etwas von uns Roma wissen.
Die DJO Deutsche Jugend in Europa ist ein großer Dachverband von zahlreichen Vereinen junger Migranten, u.a. für die Assyrer, Kurden, Menschen aus der ehemaligen UdSSR/Russland, welcher deren Selbstorganisation und gesellschaftliche Beteiligung als junge Menschen unterstützt und ihnen ein gemeinsames Dach zur Kooperation und zum Austausch bietet.

Publikation - Aus Politik und Zeitgeschichte (BpB): Sinti und Roma

Die Ausgrenzung von Sinti und Roma in Europa begann mit der Herausbildung der Territorialstaaten. Über 500.000 aus "rassischen" Gründen als "Zigeuner" Verfolgte wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Erst 1982 erkannte die Bundesregierung den Völkermord an. Rund 70.000 Sinti und Roma sind deutsche Staatsbürger. Mehr als drei Viertel der nationalen Minderheit haben Diskriminierungserfahrungen gemacht. Nach dem Abschluss des deutsch-kosovarischen "Rückübernahmeabkommens" stehen Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien vor der Abschiebung, darunter viele, die hier geboren und aufgewachsen sind. Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten aufgetragen, nationale Roma-Strategien zu entwickeln.

Der Beitrag enthält verschiedene Artikel zum Thema "Die größte Minderheit in Europa" von Mitgliedern von ternYpe - International Roma Youth Network, Amaro Drom e.V. und Terno Drom e.V.

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