Dokumentation von antiziganistisch motivierten Vorfällen und Stärkung der Opfer von Diskriminierung

Das Dokumentationsprojekt wird von Amaro Foro seit 2014 umgesetzt und ist bundesweit das einzige Projekt dieser Art. Antiziganistische Vorfälle in Berlin werden in allen Lebensbereichen systematisch erfasst und dokumentiert. Die Projektauswertung wird jedes Jahr veröffentlicht. Außerdem werden die Betroffenen durch Erstberatung, Aufklärung über Handlungsmöglichkeiten, Begleitung zu Beratungsinstanzen und Empowermentarbeit unterstützt. Auch Interventionen gegen Diskriminierungen sind im Rahmen des Projektes möglich. Mit gezielter Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit wird die fachliche und allgemeine Öffentlichkeit auf Antiziganismus aufmerksam gemacht und  politische und soziale Akteure ebenso wie die Medien werden sensibilisiert. Das Projekt wird von der Landesantidiskriminierungsstelle gefördert. 
Für die Aufnahme der Fälle benötigen wir Ihre Unterstützung! Bitte melden Sie uns antiziganistische Vorfälle, die Sie selbst erlebt oder bezeugt haben.

Ansprechpartnerin: Diana Botescu 

Kontakt und Meldungen unter: diana.botescu@amaroforo.devioleta.balog@amaroforo.de

 
Hintergrund des Projektes

In den letzten Jahren wird der Zuwanderungsprozess von EU-Bürger*innen aus Rumänien und Bulgarien sowie von asylsuchenden Roma aus den Westbalkanländern durch explizit oder unterschwellig fremdenfeindliche mediale Berichterstattung, restriktive gesetzliche Maßnahmen und diskriminierende institutionelle Praktiken gekennzeichnet. Neben der institutionellen Ausgrenzung sind Zugewanderte mit selbst- oder fremdzugeschriebenem Roma-Hintergrund Alltagsrassismus in Form von verbalen Belästigungen und körperlichen Angriffen ausgesetzt.