Der Widerstand der Roma im KZ Auschwitz-Birkenau am 16. Mai 1944

Der Widerstand der Sinti und Roma im KZ Auschwitz-Birkenau am 16. Mai 1944

Referenten: Tobias von Borcke, Soziologe

Datum:          Dienstag, 17.05.2016, um 18:00 Uhr

Ort:                Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin (Nähe U-7                     Herrmannplatz)

Rund 500.000 Sinti und Roma fielen der rassisch begründeten Vernichtungspolitik des Naziregimes zum Opfer. Am 16. Mai 1944 versuchten die Nationalsozialisten, die im sogenannten „Zigeunerlager“, einem Lagerabschnitt des KZ Auschwitz-Birkenau, inhaftierten Sinti und Roma zu ihrer Ermordung in den Gaskammern abzutransportieren. Als die Sinti und Roma-Gefangenen dies erfuhren, verbarrikadierten sich und leisteten erbitterten Widerstand gegen die mörderischen Plänen der SS-Truppen. Diese Episode der Geschichte ist von der Wissenschaft, der Politik und den Medien nur selten und noch seltener tiefgreifend thematisiert worden - dabei widerspricht sie dem Bild von Sinti und Roma als passiven Opfern des nationalsozialistischen Genozids. Dieser Kampf bezeugt den Widerstand der Sinti und Roma und ihren Beitrag zum Ende des Nationalsozialismus in Deutschland und Europa. 

Mit dieser Veranstaltung wollen wir uns dieser Seite der Geschichte annähern und dadurch dem Kampf der Sinti und Roma für ihr Überleben und ihre Freiheit bekannter machen. 

Anmeldungen bitte an: guillermo.ruiz@sozialfabrik.org

Organisiert von: Sozialfabrik e.V. / Amaro Foro e.V.