Gemeinsame Pressemitteilung von Amaro Drom e.V., Terno Drom e.V. und Amaro Foro e.V.

Gemeinsame Pressemitteilung von Amaro Drom e.V., Terno Drom e.V. und Amaro Foro e.V.

Gesetzesänderung untergräbt das Grundrecht auf Asyl

Der Bundesrat stimmt heute über eine Gesetzesänderung der Bundesregierung ab, mit deren Inkrafttreten die Balkanstaaten Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina pauschal zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt würden. Asylanträge von Staatsbürger_innen dieser Länder würden dann im Schnellverfahren bearbeitet; eine sorgfältige Einzelfallprüfung fände nicht mehr statt.

Merfin Demir, der Vorstandsvorsitzende von Amaro Drom e.V. und Terno Drom e.V., meint dazu: „Mit diesem Vorhaben wird vor allem Roma, die in Deutschland Asylanträge stellen, pauschal der Anspruch auf Schutz abgesprochen. Dabei ist die geringe Anerkennungsquote vor allem darauf zurückzuführen, dass die umfassende Diskriminierung der Roma in diesen Ländern  von den deutschen Behörden bisher nicht als Asylgrund anerkannt wird.“

Ähnlich äußert sich Merdjan Jakupov, Vorstandsvorsitzender von Amaro Foro e.V.: „Das Grundrecht auf Asyl beinhaltet die sorgfältige Einzelfallprüfung. Menschen haben einen Anspruch auf Schutz und Hilfe, wenn sie in ihrer Heimat  von Arbeit, Bildung und Gesundheitsversorgung  ausgeschlossen sind, in unerträglichen Verhältnissen wohnen müssen und dazu angegriffen und bedroht werden.“

Pressemitteilung von Amaro Foro e.V "Gesetzesverschärfung zur sogenannten Armutseinwanderung"

Überflüssige Gesetzesverschärfung verstärkt rassistische Vorurteile

Die Bundesregierung hat gestern die Gesetzesverschärfung zur sogenannten Armutseinwanderung verabschiedet. „Da die Verschärfung in den meisten Punkten nicht über bisher schon geltendes Recht hinausgeht, ist sie als populistisches Manöver einzustufen, mit dem Ängste geschürt und eine Bedrohung herbeigeredet werden sollen“, kommentiert Merdjan Jakupov, Vorstandsvorsitzender von Amaro Foro e.V.

Im vorgelegten Abschlussbericht des Staatssekretärsausschusses, der die Grundlage für die Gesetzesverschärfung bildet, finden sich keinerlei Belege für einen tatsächlich nachweisbaren Sozialbetrug. Vielmehr musste bisher bei jeder Nachfrage eingeräumt werden, dass es sich um eine verschwindend geringe Zahl von Verdachtsfällen handelt und kein einziger Fall bisher eindeutig nachgewiesen werden konnte. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit einer Gesetzesverschärfung, die in der Bevölkerung rassistische Vorurteile schürt.

Filmwoche

 

ZUWANDERN

Im Rahmen der Dokumentarfilmwoche zeigen das fsk-Kino und das Sputnik-Kino ZUWANDERN an folgenden Terminen:
am Freitag, dem 29.8. um 20 Uhr im fsk-Kino
am Mittwoch, dem 3.9. um 18 Uhr im Sputnik-Kino.
http://dokfilmwoche.peripherfilm.de/?cat=21

Informationsveranstaltung

 

Monatliche Inormationsveranstaltung zu Amaro Foro/Amaro Drom e.V

sowie über unsere Arbeit

 

Wann?                     25. September 2014,   18:30 Uhr

Wo?                         Weichselplatz 8, 12045 Berlin

Anmelden bei: merdjan@amaroforo.demarius@amaroforo.degeorgi@amaroforo.de

 

70 Jahre. Der Porajmos in unserer Erinnerungskultur-Gedenkveranstaltung von Amaro Foro e.V.

70 Jahre. Der Porajmos in unserer Erinnerungskultur
Gedenkveranstaltung von Amaro Foro e.V.

Der 2.August 1944 – Höhepunkt des Porajmos, der Verfolgung und Ermordung europäischer Sinti und Roma

Der 2. August 1944 erinnert nicht nur an die Ermordung der letzten Überlebenden des „Zigeunerlagers“ in Auschwitz-Birkenau, sondern auch für die wiederholten Versuche der hier inhaftierten Roma, Sinti und andere als „Zigeuner“ klassifizierten Menschen, sich gegen die SS aktiv und erfolgreich zur Wehr zu setzen.

 
 
 
02.08. 2014 Gedenkveranstaltungs Programm
Am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma
Adresse:Simsonweg, 10557 Berlin
10:00 Uhr Eröffnungs Rede Amaro Foro e.V.
- Vorlesung gedichte auf Romanes und Deutsch
- Djelem, Djelem - Roma Hymne
- Rede beitrag:Slavisa Markovic- Rroma Akt,Rroma-Informations-Centrum
- Blumen Aktion, Vorlesung Namen 
- Luftballons Aktion

Informationsveranstaltung

 

Monatliche Inormationsveranstaltung zu Amaro Foro/Amaro Drom e.V

sowie über unsere Arbeit

 

Wann?                     24. Juli 2014,   18:30 Uhr

Wo?                         Weichselplatz 8, 12045 Berlin

Anmelden bei: merdjan@amaroforo.demarius@amaroforo.degeorgi@amaroforo.de

Der Widerstand der Sinti und Roma gegen die Nazis

Der Widerstand der Sinti und Roma gegen die Nazis

Montag, 23. Juni 2014, um 18:00
Ort: Outreach Neukölln, Hobrechtstr. 83

Referentinnen:
Elena Marushiakova, Akademie der Wissenschaften von Bulgarien
Veselin Popov, Akademie der Wissenschaften von Bulgarien

Sinti und Roma waren und sind einer langen Geschichte der Verfolgung, Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt. Der tragische Höhepunkt dieser Verfolgung gipfelte im Genozid an 600.000 Sinti und Roma durch das Nazi-Regime. Doch die Rolle der Sinti und Roma in dieser Geschichte ist nicht nur die der passiven Opfer – vor allem in Osteuropa leisteten sie erbitterten Widerstand gegen die Ermordungspolitik der Nazis. Roma kämpften sowohl als Partisanen als auch in den regulären Armeen in der Slowakei, in Ungarn, in Russland und im ehemaligen Jugoslawien. Auch in Frankreich und in Deutschland leisteten sie Widerstand. Auf dieser Weise haben Sinti und Roma einen erheblichen Beitrag zur Befreiung Europas von den Nazis und zum Aufbau des heutigen Europas geleistet. Doch diese Seite der Geschichte ist weder ausreichend erforscht, noch hat sie Eingang gefunden in die öffentlichen Diskurse, geschweige denn öffentlichen Lehrpläne. Mit dieser Veranstaltung wollen wir uns dieser Seite der Geschichte annähern und dadurch dem Kampf der Sinti und Roma für die Freiheit gerecht werden.

Berlin-Premiere Film „Zuwandern“ am Dienstag dem 17.06.2014 20.30 Uhr

ZUWANDERN

Am 17. Juni 2014 um 20.30 Uhr zeigt die Volksbühne den Film "Zuwandern". Anschließend gibt es ein Gespräch mit den Regisseurinnen, Protagonisten und Amaro Foro e.V. Die Regisseurinnen Sabine Herpich und Diana Botescu porträtieren Familie Badea aus Rumänien. Die Frage, in welchem Land ein besseres Leben möglich wäre, war für die Familie zunächst zweitrangig. Mehr zufällig fiel die Wahl auf Deutschland, gemeinsam mit ihrem Sohn Daniel kamen sie schließlich nach Berlin. In Charlottenburg verbrachten sie den ersten Winter in einer verlassenen Gartenlaube. Geld für Essen verdienten sie sich durch das Sammeln von Pfandflaschen. Der Film begleitet die Familie neun Monate lang und zeigt eine Geschichte von der Straße, von Interaktionen mit Behörden, Erfolgen und Emotionen. Er erhielt auf dem diesjährigen Filmfestival „dokka“ in Karlsruhe den Förderpreis Dokumentarfilm. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen bei der Filmvorführung in Berlin.
Einen Trailer gibt es hier: https://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/sehen_zuwandern/?id_datum=7950

Armutseinwanderung – ein populistischer Mythos

Gemeinsame Pressemitteilung von Amaro Foro e.V. und Rroma-Informations-Centrum

Armutseinwanderung – ein populistischer Mythos

 

Die Bundesregierung hat für Mitte Juni eine Gesetzesverschärfung angekündigt, mit der gegen den vermeintlichen Sozialmissbrauch durch rumänische und bulgarische Staatsbürger_innen vorgegangen werden soll. Geplant sind befristete Wiedereinreisesperren, schärfere Kontrollen und weitere restriktive Maßnahmen.

„Es ist unfassbar, dass die Bundesregierung mit dieser Gesetzesverschärfung der CSU und ihrer ‚Wer betrügt, fliegt’-Kampagne Rückenwind gibt, obwohl sie selbst in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion einräumen musste, dass die sogenannte Armutsmigration als statistisch signifikantes Phänomen nicht existiert“, so Merdjan Jakupov, Vorstandsvorsitzender von Amaro Foro e.V. Milan Pavlovic vom Rroma-Informations-Centrum in Berlin kommentiert das Vorhaben der Regierung ähnlich: „Es handelt sich hier um eine ausschließlich populistische Maßnahme, die rassistische Vorurteile befördert und Ängste schürt.“

Neuer Vorstand

Pressemitteilung

Neuer Vorstand für Amaro Foro e.V.

Die Mitgliederversammlung von Amaro Foro e.V. hat einen neuen Vorstand gewählt. Vorstandsvorsitzender Merdjan Jakupov wurde einstimmig im Amt bestätigt. Als neuer 1. Stellvertreter des Vorsitzenden wurde Marius Krauss gewählt; 2. Stellvertreter wird der junge Sinto Björn Treu sein. Den Posten des Schatzmeisters übernimmt Georgi Ivanov. Als Beisitzerin wird Safeta Zwietasch dem Vorstand angehören.