Informationsveranstaltung

 

Monatliche Inormationsveranstaltung zu Amaro Foro/Amaro Drom e.V

sowie über unsere Arbeit

 

Wann?                     24. Juli 2014,   18:30 Uhr

Wo?                         Weichselplatz 8, 12045 Berlin

Anmelden bei: merdjan@amaroforo.demarius@amaroforo.degeorgi@amaroforo.de

Der Widerstand der Sinti und Roma gegen die Nazis

Der Widerstand der Sinti und Roma gegen die Nazis

Montag, 23. Juni 2014, um 18:00
Ort: Outreach Neukölln, Hobrechtstr. 83

Referentinnen:
Elena Marushiakova, Akademie der Wissenschaften von Bulgarien
Veselin Popov, Akademie der Wissenschaften von Bulgarien

Sinti und Roma waren und sind einer langen Geschichte der Verfolgung, Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt. Der tragische Höhepunkt dieser Verfolgung gipfelte im Genozid an 600.000 Sinti und Roma durch das Nazi-Regime. Doch die Rolle der Sinti und Roma in dieser Geschichte ist nicht nur die der passiven Opfer – vor allem in Osteuropa leisteten sie erbitterten Widerstand gegen die Ermordungspolitik der Nazis. Roma kämpften sowohl als Partisanen als auch in den regulären Armeen in der Slowakei, in Ungarn, in Russland und im ehemaligen Jugoslawien. Auch in Frankreich und in Deutschland leisteten sie Widerstand. Auf dieser Weise haben Sinti und Roma einen erheblichen Beitrag zur Befreiung Europas von den Nazis und zum Aufbau des heutigen Europas geleistet. Doch diese Seite der Geschichte ist weder ausreichend erforscht, noch hat sie Eingang gefunden in die öffentlichen Diskurse, geschweige denn öffentlichen Lehrpläne. Mit dieser Veranstaltung wollen wir uns dieser Seite der Geschichte annähern und dadurch dem Kampf der Sinti und Roma für die Freiheit gerecht werden.

Berlin-Premiere Film „Zuwandern“ am Dienstag dem 17.06.2014 20.30 Uhr

ZUWANDERN

Am 17. Juni 2014 um 20.30 Uhr zeigt die Volksbühne den Film "Zuwandern". Anschließend gibt es ein Gespräch mit den Regisseurinnen, Protagonisten und Amaro Foro e.V. Die Regisseurinnen Sabine Herpich und Diana Botescu porträtieren Familie Badea aus Rumänien. Die Frage, in welchem Land ein besseres Leben möglich wäre, war für die Familie zunächst zweitrangig. Mehr zufällig fiel die Wahl auf Deutschland, gemeinsam mit ihrem Sohn Daniel kamen sie schließlich nach Berlin. In Charlottenburg verbrachten sie den ersten Winter in einer verlassenen Gartenlaube. Geld für Essen verdienten sie sich durch das Sammeln von Pfandflaschen. Der Film begleitet die Familie neun Monate lang und zeigt eine Geschichte von der Straße, von Interaktionen mit Behörden, Erfolgen und Emotionen. Er erhielt auf dem diesjährigen Filmfestival „dokka“ in Karlsruhe den Förderpreis Dokumentarfilm. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen bei der Filmvorführung in Berlin.
Einen Trailer gibt es hier: https://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/sehen_zuwandern/?id_datum=7950

Armutseinwanderung – ein populistischer Mythos

Gemeinsame Pressemitteilung von Amaro Foro e.V. und Rroma-Informations-Centrum

Armutseinwanderung – ein populistischer Mythos

 

Die Bundesregierung hat für Mitte Juni eine Gesetzesverschärfung angekündigt, mit der gegen den vermeintlichen Sozialmissbrauch durch rumänische und bulgarische Staatsbürger_innen vorgegangen werden soll. Geplant sind befristete Wiedereinreisesperren, schärfere Kontrollen und weitere restriktive Maßnahmen.

„Es ist unfassbar, dass die Bundesregierung mit dieser Gesetzesverschärfung der CSU und ihrer ‚Wer betrügt, fliegt’-Kampagne Rückenwind gibt, obwohl sie selbst in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion einräumen musste, dass die sogenannte Armutsmigration als statistisch signifikantes Phänomen nicht existiert“, so Merdjan Jakupov, Vorstandsvorsitzender von Amaro Foro e.V. Milan Pavlovic vom Rroma-Informations-Centrum in Berlin kommentiert das Vorhaben der Regierung ähnlich: „Es handelt sich hier um eine ausschließlich populistische Maßnahme, die rassistische Vorurteile befördert und Ängste schürt.“

Neuer Vorstand

Pressemitteilung

Neuer Vorstand für Amaro Foro e.V.

Die Mitgliederversammlung von Amaro Foro e.V. hat einen neuen Vorstand gewählt. Vorstandsvorsitzender Merdjan Jakupov wurde einstimmig im Amt bestätigt. Als neuer 1. Stellvertreter des Vorsitzenden wurde Marius Krauss gewählt; 2. Stellvertreter wird der junge Sinto Björn Treu sein. Den Posten des Schatzmeisters übernimmt Georgi Ivanov. Als Beisitzerin wird Safeta Zwietasch dem Vorstand angehören.

Fortbildung - Unser Kiez wächst!

Seit einigen Jahren ist auch im Kranold-Kiez eine Zuwanderung von Familien aus Süd-Ost-Europa zu beobachten, viele von ihnen haben annehmlich einen Roma-Hintergrund. Für manche Alteingesessene bedeutet das eine willkommene Ergänzung ihrer Fußballmannschaft, andere haben schlicht Angst vor den „Fremden“. Bei den zugewanderten Familien selbst besteht oft ein erhöhter Beratungsbedarf. Für Lehrkräfte, SozialarbeiterInnen und andere Engagierte im Kiez ist diese Mischung eine große Herausforderung.
 
Amaro Foro e.V. und der Kindertreff Delbrücke wollen in einer dreiteiligen Fortbildung grundlegende Informationen vermitteln.
 
Mehr Information finden Sie hier.

Diskussionsveranstaltung zu den EU-Wahlen

Diskussionsveranstaltung zu den EU-Wahlen
Jede Stimme ist eine Stimme gegen Rechts

An diesem Sonntag ist in Deutschland Wahltag für die Europawahl. Etwa 375 Millionen Bürger_innen der 28 Mitgliedsstaaten der EU sind aufgefordert, das Europäische Parlament zu wählen.

Amaro Foro e.V. und die Sozialfabrik  e.V. haben in Erwartung der Wahlen eine Diskussionsrunde organisiert unter dem Motto: „EU Wahlen: Was können Sinti und Roma von der EU Politik erwarten?“ Den Fragen der anwesenden Interessierten stellten sich Katina Schubert, tätig im Parteivorstand von Die Linke,

Susanna Kahlefeld, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses von Bündnis 90/Die Grünen sowie Anne Helm von der Piratenpartei.

Anlass für diese kritisch gestellte Frage ist die Erkenntnis, dass sich trotz vieler politischer Programme in den letzten 10 Jahren und die EU-Erweiterung im Jahr 2004 nur wenig für die Minderheit verbessert hat, Studien belegen eher das Gegenteil.

Die Diskutant_innen waren sich einig in dieser negativen Diagnose, warnten aber davor, deswegen Europa den Rücken zu kehren und nicht wählen zu gehen. In vielen Ländern der EU ist das Erstarken rechtspopulistischer und nationalkonservativer Parteien sichtbar. Dem müsse kritisch begegnet werden, indem man seine Stimme anderen Parteien gebe. Die Diskutant_innen betonten, dass jede Stimme gegen Rechts wichtig ist im Kampf gegen deren gefährliche Ideologien.

EU Wahlen: Was können Sinti und Roma von der EU Politik erwarten?

EU Wahlen: Was können Sinti und Roma von der EU Politik erwarten?

 
Dienstag, 20. Mai 2014, um 18:00
Ort: Outreach Neukölln, Hobrechtstr. 83
 
Referentinnen:
Katina Schubert, die Linke, Parteivorstand
Susanna Kahlefeld, die Grünen, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses
Vertreter CDU, SPD (angefragt)

Roma Straßen- und Kulturfestival Herdelezi 2014

 

6. Herdelezi Roma Kulturfestival in Berlin von Amaro Foro e.V.

Zum sechsten Mal feiert Amaro Foro e.V. (der Berliner Landesverband von Amaro Drom e.V.) das „Herdelezi Roma Kulturfestival“ mit einem großen Straßenfest am 10. Mai 2014 in der Neuköllner Boddinstraße. "Herdelezi", der St. Georgstag, ist einer der wichtigsten Festtage, der von muslimischen ebenso wie von christlich-orthodoxen Roma vor allem in Südosteuropa zelebriert wird.

Das „Herdelezi Roma Kulturfestival“ ist ein Ort der Begegnung von Roma und Nicht-Roma. Wir laden die Bewohner_innen Neuköllns, aber auch ganz Berlins dazu ein, sich kennenzulernen und sich über die unterschiedlichen Lebensperspektiven und Sichtweisen auf die Gesellschaft auszutauschen. Denn Ressentiments gegen Roma und Sinti sind nach wie vor sehr verbreitet und wir sind überzeugt, dass ein gegenseitiger Austausch dieser Situation entgegenwirkt.

 

But Bahtalo und viel Spaß beim Herdelezi-Straßenfest!

Pressemitteilung

 Programm

 

Europäischer Bürgerrechtspreis an Amaro Drom

Sonderpreis des Europäischen Bürgerrechtspreises der Sinti und Roma geht 2014 an Amaro Drom e.V.

Bei der Verleihung des Europäischen Bürgerrechtspreises der Sinti und Roma wird auch Amaro Drom e.V. ausgezeichnet.

 

Am gestrigen Donnerstag, den 27. März 2014, wurde zum vierten Mal der Europäische Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma verliehen. Preisträger in diesem Jahr ist Tilman Zülch, Vorsitzender der Gesellschaft für bedrohte Völker, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Mit dem Sonderpreis wurde die interkulturelle Jugendselbstorganisation Amaro Drom e.V. ausgezeichnet. Laut dem Stifter des Preises, Herr Manfred Lautenschläger, kämpfen in diesem Verein junge Roma und Nicht-Roma gemeinsam für eine aktive, gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft.

Die Preisverleihung im Europasaal des Auswärtigen Amtes in Berlin gestaltete sich überaus kritisch gegenüber der Politik der EU und der deutschen Bundesregierung. Sowohl Professor Dr. Christian Schwarz-Schilling, ehemaliger Bundesminister für Post und Telekommunikation a.D., als auch der Preisträger Tilman Zülch äußerten ihr Unbehagen mit der aktuellen deutschen Migrations- und Asylpolitik und wiesen darauf hin, dass Deutschland und die Europäische Union zu wenig gegen Minderheitendiskriminierungen und innerstaatliche Konflikte in Südosteuropa vorgeht, insbesondere in Bosnien und dem Kosovo. Beide appellierten emotional an politische Entscheidungsträger_innen, ihrer Verantwortung den Menschen dieser Staaten gegenüber gerecht zu werden und die problematischen Situationen mit einzubeziehen in die Migrationspolitik der Bundesrepublik.