Workshop: „Stadt der Zukunft – Wie wollen wir zusammenleben?“

Workshop: „Stadt der Zukunft – Wie wollen wir zusammenleben?“

Jugendpartizipation in der Stadt
Mit Teatro Trono aus El Alto (Bolivien)

In dem Workshop „Stadt der Zukunft – wie wollen wir zusammenleben?“ beschäftigen sich Kinder und Jugendliche aus Berlin und El Alto mit dem Leben in der Stadt und ihren Wünschen und Träumen für ein gutes Zusammenleben.

Wann: Freitag dem 02 Oktober um 14.30 Uhr

Wo: Weichselplatz 8, 12045, Berlin

Anmeldungen bitte an: alvaro@amaroforo.de

Organisiert von: Amaro Foro e.V. und Compa Berlin e. V.
Im Rahmen des Projektes „Förderung der gleichberechtigten Teilhabe junger Sinti und Roma“

 

Ungerecht und entwürdigend

 

                                         

PRESSEMITTEILUNG
 
“Ungerecht und entwürdigend”
Amaro Foro e.V. bedauert das EuGH-Urteil, nach dem Unionsbürger_innen in Deutschland kaum Zugang zu Sozialleistungen haben.
 
„Das EuGH-Urteil schafft de facto zwei Klassen von Unionsbürger_innen. Menschen aus anderen EU-Ländern dürfen in Deutschland künftig zwar weiterhin unter prekärsten Bedingungen und zu Hungerlöhnen arbeiten, wenn sie jedoch in eine existenzielle Notlage geraten, wird ihnen jegliche Unterstützung verweigert“, sagt Georgi Ivanov, Koordinator der Sozialberatung bei Amaro Foro e.V.
Bereits jetzt verweigern die Jobcenter in vielen Fällen die Leistungen, wenn EUBürger_ innen über zu geringe Einkünfte verfügen. Wer seine Arbeit nach weniger als einem Jahr verliert, bekommt nur sechs Monate lang SGBII-Leistungen. „Das Urteil wird die deutschen Jobcenter in dieser Haltung bestärken. Es ist ungerecht und entwürdigend, Menschen, die hier unter widrigsten Umständen leben, das vom Verfassungsgericht bekräftigte Existenzminimum und die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe zu verweigern“, so Ivanov.

Newsletter 01/2015 des bundesweiten Netzwerks zur Bekämpfung von Antiziganismus

 
Newsletter 01/2015 des bundesweiten Netzwerks zur Bekämpfung von Antiziganismus
 
 
1. Vorstellung des Projekts
2. Vorstellung der Netzwerkpartner
3. Protokoll des ersten Netzwerktreffens in Heidelberg, 28./29.5.2015
4. Positionspapier von Amaro Foro zum Begriff Antiziganismus

Neue Räumlichkeiten für die Beratung

https://www.google.de/maps/place/Kaiser-Friedrich-Stra%C3%9Fe,+Berlin/@52.5121557,13.3035273,18z/data=!4m2!3m1!1s0x47a8512748bf5c67:0x66b09366860e4e02

+++SAVE THE DATE+++ 3. Fachtagung „SAORE ROMA“ 2015 in Berlin

+++SAVE THE DATE+++

3. Fachtagung „SAORE ROMA“ 2015 in Berlin
11. November 2015, 10-15 Uhr
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin (U Hermannplatz)

Am 11. November 2015 wird in Berlin bereits zum dritten Mal die öffentliche Fachtagung „SAORE ROMA“ von Amaro Foro e.V. stattfinden. Die Fachtagung ist eine Plattform für den Austausch von Akteur_innen aus Migrantenselbstorganisationen, Zivilgesellschaft und Sozialer Arbeit, Vertreter_innen der Politik und Verwaltung, Wissenschaft und allen interessierten Roma und Nicht-Roma.

PRESSEMITTEILUNG “Unfassbare Geschichtsvergessenheit”- Anlässlich des Gedenkens an den Holocaust kritisiert Amaro Foro e.V. die geplanten Sonderlager für Balkanflüchtlinge und die „sicheren Herkunftsstaaten“

PRESSEMITTEILUNG “Unfassbare Geschichtsvergessenheit”
Anlässlich des Gedenkens an den Holocaust kritisiert Amaro Foro e.V. die geplanten Sonderlager für Balkanflüchtlinge und die „sicheren Herkunftsstaaten“
 
         3. August 2015
 

Die von Horst Seehofer vorgeschlagenen Sonderlager für Balkanflüchtlinge – viele von ihnen Roma – kritisiert Amaro Foro e.V. auf das Schärfste. „Anlässlich des 2. August wird in Deutschland von Sinti und Roma des Genozids im Nationalsozialismus gedacht. In der Nacht zum 2. August wurden in Auschwitz fast 3000 Menschen im sogenannten Zigeunerlager ermordet. Es ist unfassbar, dass heute ein Ministerpräsident in Deutschland tatsächlich Sonderlager für eine bestimmte Gruppe von Flüchtlingen vorschlagen kann, ohne sofort zurücktreten zu müssen“, so Merdjan Jakupov, Vorsitzender von Amaro Foro e.V. und selbst Rom aus Mazedonien.

Bereits im letzten Jahr wurden Mazedonien, Serbien und Bosnien-Herzegowina zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt, sodass Asylbewerber von dort inzwischen nach einem Schnellverfahren wieder abgeschoben werden können. Aktuell wird diskutiert, Albanien und das Kosovo ebenfalls zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären. „Bisheriger moralischer Tiefpunkt der Debatte ist jedoch der Vorschlag von Horst Seehofer, Flüchtlinge aus den Westbalkanländern in gesonderten Lagern unterzubringen, um sie möglichst schnell wieder abschieben zu können. Da in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem Roma aus diesen Ländern in Deutschland Asyl beantragen, schlägt Seehofer de facto Sonderlager für eine bestimmte ethnische Gruppe vor“, kritisiert Pressesprecherin Andrea Wierich. „Ebenfalls indiskutabel ist der Vorschlag vom Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Manfred Schmidt, Flüchtlingen aus den Westbalkanländern das Taschengeld zu streichen.“

Zeitzeugengespräch mit Hans Seeger

Zeitzeugengespräch mit Hans Seeger
 
Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und Amaro Foro e.V. veranstalten am 3. August 2015 um 19 Uhr im Rahmen des Gedenkens an die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma ein Zeitzeugengespräch mit Hans Seeger im Kunstraum Dikhas Dur : Aufbau-Haus, Prinzenstraße 84, 10969 Berlin, Aufgang 1, 5.OG
 
Hans Seeger wurde als viertes von sechs Kinder am 13. April 1931 in Stettin geboren. Er entstammt einer deutschen Sinti-Familie, die in Stettin ihren festen Wohnsitz hatte. Hans Seegers Vater war berufstätig, unter anderem als Fleischer und später als Pferdehändler. Später siedelte die Familie nach Danzig und Zopott um, wo sie ein recht bürgerliches und unauffälliges Leben führten. Der Vater wurde für die Wehrmacht gemustert, Hans selbst kam zum Jungvolk.
 
Plötzlich und unerwartet führte die Arbeit der NS-Rassebiologen dazu, dass die Familie inhaftiert wurde. Sie wurden nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie neben dem Krematorium lebten. Hans Seegers jüngerer Bruder und seine Mutter starben während einer Typhus-Epidemie, er selbst wurde mit seinem Vater zusammen nach Buchenwald verlegt, die anderen Brüder kamen nach Mittelbau-Dora. Der damals elfjährige Hans überlebte drei KZs, oftmals nur wie durch ein Wunder – etwa, indem er sich mit Hilfe der tschechischen Ärzte krank stellte, um dem erneuten Transport nach Auschwitz zu entgehen. Ein anderes Mal rettete ihm sein älterer Bruder das Leben, der für ein Durcheinander in den Namenslisten und KZ-Nummern gesorgt hatte – das ermöglichte Hans Seeger die Teilnahme am 16-tägigen Todesmarsch über Flossenbürg nach Dachau. Der aus Zigtausenden bestehende Menschenzug wurde unterwegs von den amerikanischen Streitkräften befreit. Heute, als 84-Jähriger und 15-facher Urgroßvater, lebt Hans Seeger ein ruhiges und dennoch aktives Leben.

Videoabend und Gespräch anlässlich des Andenkens an den Genozid an Sinti und Roma durch die Nazis

Videoabend und Gespräch
anlässlich des Andenkens an den Genozid an Sinti und Roma durch die Nazis

 

Film:                „People Uncounted” von Aaron Yeger (2013)
Datum:           Samstag, 01. August 2015, um 18:00 Uhr
Ort:                 Outreach Neukölln, Hobrechtstr. 83, 12043 Berlin

Input: Tobias von Borcke, Soziologe

Am 2. August erinnern wir an den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Sinti und Roma. An diesem Tag im Jahr 1944 wurden  2.897 Sinti und Roma in den Gaskammern des KZ Auschwitz ermordet. Die meisten von ihnen waren ältere Menschen, Frauen und Kinder. Sie waren ein Teil der rund 500.000 Sinti und Roma, die der rassisch begründeten Vernichtungspolitik des Naziregimes  zum Opfer fielen. Der Völkermord an den europäischen Sinti und Roma stellte den Höhepunkt des Antiziganismus dar, dessen Fortbestand in seiner historischen Entwicklung verstanden werden muss.

Mit diesem Videoabend und dem anschließenden Gespräch wollen wir gleichermaßen an die Vergangenheit erinnern sowie den in unserer Gesellschaft fortbestehenden Antiziganismus thematisieren.                                                           

Anmeldungen bitte an:merdjan@amaroforo.de, guillermo.ruiz@sozialfabrik.org

Organisiert von: Sozialfabrik e.V. / Amaro Foro e.V. / Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Offener Brief zu der Situation in der Grunewaldstraße 87

An die Bezirksbürgermeisterin des Bezirks Tempelhof-Schöneberg- Frau Schöttler

An die Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung- Frau Dr. Klotz

Offener Brief zu der Situation in der Grunewaldstraße 87

Informationsveranstaltung

                           

 Inormationsveranstaltung zu Amaro Foro e.V

sowie über unsere Arbeit und Antiziganismus

Wann?                     20. August 2015,   18:00 Uhr

      Wo?                         Weichselplatz 8, 12045 Berlin

 

Anmelden bei:  marius@amaroforo.de, georgi@amaroforo.de