Filmvorführung 2. August "The Forgotten Genocide"

FILMVORFÜHRUNG
The Forgotten Genocide
 
Am 02. August veranstaltete Amaro Foro e.V. zusammen mit Rosa-Luxemburg-Stiftung
eine Filmforführung zum Gedenken an die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma.
Nach der Einführung von dem Historiker und Sozialpädagoge Alex Carstiuc wurde den Film
"The Forgotten Genocide" von Henriette Asséo, Idit Bloch und Juliette Jourdan gezeigt.
 
Die Gäste kamen am Ende ins Gespräch miteinander, so dass sich eine sehr interessante Diskussion entwickelte.
Manche Fragen haben keine Antworten bekommen... diese Fragen bewegen uns allerdings weiterhin, uns mit der bitteren Geschichte auseinander zu setzten und nicht zu vergessen!
 
  

Informationsveranstaltung 17.8. 18 Uhr

Informationsveranstaltung

Wer oder was ist eigentlich Amaro Foro? Was macht Amaro Foro und wer arbeitet dort? Wie kann ich mich einbringen, wenn ich Amaro Foro unterstützen möchte?

Wenn Sie sich eine dieser Fragen jemals gestellt haben, möchten wir Sie herzlich zu unserem allmonatlichen Info-Abend einladen. Dort stellen unsere Mitarbeiter*innen unsere Arbeit gegen Antiziganismus vor, erklären, was Antiziganismus ist und wie er sich in der Realität äußert und warum die Arbeit von Roma-Selbstorganisationen so wichtig ist.

Ein besonderer Schwerpunkt der Info-Abende liegt in diesem Jahr auf zwei Projekten von Amaro Foro: „Community Building“ und „Dokumentation antiziganistisch motivierter Vorfälle und Stärkung der Opfer von Diskriminierung“ (Doku-Projekt, finanziert durch die LADS). Während im Rahmen des Community Buildings gezielt die Vernetzung und Zusammenarbeit der Berliner Roma-Selbstorganisationen gefördert wird, um so die verschiedenen Berliner Roma-Communities in Kontakt zu bringen, zu stärken und sichtbar zu machen, werden im Doku-Projekt Meldungen antiziganistischer Vorfälle ermutigt und dokumentiert. Jährlich wird die Dokumentation veröffentlicht, außerdem ermutigen wir die Betroffenen zur Intervention und begleiten und unterstützen die Einleitung gezielter Schritte.

Nähere Informationen zu den beiden Projekten, aber auch zu allen anderen Vereinsaktivitäten gibt es beim nächsten Info-Abend

am 17. August um 18 Uhr

in unserem Büro am Weichselplatz 8 (12045 Berlin)

Wir bitten um vorherige Anmeldung unter andrea@amaroforo.de

Filmvorführung 2. August "The Forgotten Genocide" um 16.30 Uhr Seminarraum 3, Rosa-Luxemburg-Stiftung

FILMVORFÜHRUNG
The Forgotten Genocide
Europe’s Roma in World War II – Documentation with introduction, criticism and discussion
Ein Film von Henriette Asséo, Idit Bloch und Juliette Jourdan. Frankreich, 75 Minuten, französischer Film mit englischen Untertiteln
 
The Forgotten Genocide ist die erste Dokumentation, die sich mit der rassistischen Verfolgung und Ermordung der Roma und Sinti auf europäischer Ebene befasst: Zwar spielte die Rassenideologie der Nazis dabei eine entscheidende Rolle, ihre Umsetzung wies jedoch von Land zu Land durchaus Unterschiede auf. The Forgotten Genocide stellt außerdem die Vielfalt der Traditionen und Lebensrealitäten von Rom*nja aus unterschiedlichen europäischen Ländern dar und bricht so mit dem Stereotyp des „Nomadenvolks ohne Land“. Durch die Verwendung von seltenem Archivmaterial kombiniert mit Erzählungen der Überlebenden gelingt der Dokumentation eine klare Darstellung der Geschichte. So entsteht ein Gegensatz zwischen der Dunkelheit der historischen Verfolgung und der Kraft und Lebensenergie der Zeitzeugen. 
 
Dienstag, 2. August 2016, 16.30 Uhr
Seminarraum 3, Rosa-Luxemburg-Stiftung, 
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
 
Einführung und Moderation (in deutscher Sprache) 
mit Alex Carstiuc, Historiker und Sozialpädagoge
 

Die Würde des Menschen im Asylrecht , Do, 21. Juli 2016, 19 Uhr

                                Rroma Informations Centrum

Die Würde des Menschen im Asylrecht
Dialog zu den letzten Gesetzesverschärfungen und zur europäischen Flüchtlingspolitik

Do, 21. Juli 2016, 19 Uhr

Nachbarschaftshaus Urbanstraße 
Urbanstraße 21, 10961 Berlin 

Am 22. Mai 2016 besetzte eine Gruppe von Abschiebung bedrohter Rom*nja das Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma, um auf ihre verzweifelte Situation aufmerksam zu machen: Seitdem die Westbalkanstaaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt wurden, wurde die Abschiebepraxis drastisch verschärft und Rom*nja aus diesen Ländern haben in Deutschland praktisch keine Chance mehr auf Asyl. Begründet wurde diese Entscheidung mit der hohen Zahl der Flüchtlinge insgesamt. Doch auch für Syrer und andere Kriegsflüchtlinge wird es immer schwieriger und gefährlicher, nach Europa zu gelangen. Gleichzeitig wird in Deutschland mehr und mehr zwischen „wirklichen Flüchtlingen“ und „Wirtschaftsflüchtlingen“ unterschieden. Wir möchten deshalb in einer Diskussionsveranstaltung die jüngsten Verschärfungen des Asylrechts im Kontext der europäischen Flüchtlingspolitik ebenso thematisieren wie die Problematik einer Unterteilung in vermeintlich gute und schlechte Flüchtlinge.

Gäste: 
Isen Asanovski (Romano Jekipe)
Mohammed Jouni (Jugendliche ohne Grenzen)
Rainer-Michael Lehmann (MdA SPD)
Canan Bayram (MdA Die Grünen, angefragt)
Katina Schubert (Die Linke)
Fabio Reinhardt (MdA Piraten)
Petra Rosenberg (Landesverband deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, angefragt)

Organisiert von: Rroma Informations Centrum e.V. und Amaro Foro e.V. im Rahmen des Projektes Community Building

Förderprognose: negativ. Diskriminierung von Bulgar_innen und Rumän_innen mit zugeschriebenem oder tatsächlichem Roma-Hintergrund

Förderprognose: negativ. Diskriminierung von Bulgar_innen und Rumän_innen mit zugeschriebenem oder tatsächlichem Roma-Hintergrund
Eine Diskussion zur Bestandsaufnahme
Datum: 29.06.2016
Uhrzeit: 18:00-20:00
Veranstaltungsort: Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin. Seminarraum 1
 
 
Sozialfabrik e.V. und Amaro Foro e.V. haben, gefördert durch die Open Society Foundations Budapest, eine Bestandsaufnahme zur Diskriminierung von Bulgari_nnen und Rumän_innen mit zugeschriebenem oder tatsächlichem Roma-Hintergrund in Deutschland durch die Verwaltung und im Schulsystem durchgeführt. Die Bestandsaufnahme zeigt dass diese Diskriminierung, die häufig antiziganistische Züge trägt, a) der politischen und medialen Debatte über die „Armutsmigration“ von Rumän_innen und Bulgar_innen nach Deutschland, b) der verschärften Gesetzgebung insbesondere im Bereich der EU-Freizügigkeit, c) den hieraus resultierenden behördlichen Praktiken verbunden mit d) einem häufig „ethnisierten“ Blick aller involvierten „Stakeholder“ und e) dem eher undurchlässigen, diskriminierenden deutschen Schulsystem geschuldet ist. 
 
Wir möchten im Rahmen dieser Veranstaltung die Ergebnisse unserer Bestandsaufnahme sowie Möglichkeiten zur Bekämpfung von Diskriminierung durch die Verwaltung und an der Schule diskutieren. Dazu haben wir folgende Referent_innen eingeladen:
 
Georgi Ivanov (Amaro Foro e.V.)
Mirja Leibnitz (Sozialfabrik e.V.)
Hakan Taş (Abgeordnetenhaus von Berlin - Die Linke)
Alexander Klose (Die Grünen - Fachreferent für Migrations- und Flüchtlingspolitik)
Lorenz Korgel (Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung Berlins - LADS)
 
Kontakt und Anmeldungen: guillermo.ruiz@sozialfabrik.org
Publikation zugänglich unter: +++Förderprognose:negativ+++
Veranstalter: Sozialfabrik e.V.; AmaroForo e.V.
Gefördert durch: Rosa Luxemburg Stiftung

Dokumentation von antiziganistischen Vorfällen in Berlin und Medienmonitoring- 2015

Seit Anfang 2014 werden im Rahmen des von Amaro Foro e.V. umgesetzten Projektes »Dokumentation von antiziganistisch motivierten Vorfällen. Stärkung der Opfer von Diskriminierung«, das von der Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung (LADS) gefördert wird, rassistische und diskriminierende Vorfälle gegen zugewanderte Menschen mit selbst- oder zugeschriebenem Roma-Hintergrund, die berlinweit stattfinden, systematisch erfasst.

Dokumentation von antiziganistischen Vorfällen in Berlin und Medienmonitoring zur Reproduktion antiziganistischer Stereotype, Jahr 2015

 

Der Widerstand der Roma im KZ Auschwitz-Birkenau am 16. Mai 1944

Der Widerstand der Sinti und Roma im KZ Auschwitz-Birkenau am 16. Mai 1944

Referenten: Tobias von Borcke, Soziologe

Datum:          Dienstag, 17.05.2016, um 18:00 Uhr

Ort:                Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin (Nähe U-7                     Herrmannplatz)

Rund 500.000 Sinti und Roma fielen der rassisch begründeten Vernichtungspolitik des Naziregimes zum Opfer. Am 16. Mai 1944 versuchten die Nationalsozialisten, die im sogenannten „Zigeunerlager“, einem Lagerabschnitt des KZ Auschwitz-Birkenau, inhaftierten Sinti und Roma zu ihrer Ermordung in den Gaskammern abzutransportieren. Als die Sinti und Roma-Gefangenen dies erfuhren, verbarrikadierten sich und leisteten erbitterten Widerstand gegen die mörderischen Plänen der SS-Truppen. Diese Episode der Geschichte ist von der Wissenschaft, der Politik und den Medien nur selten und noch seltener tiefgreifend thematisiert worden - dabei widerspricht sie dem Bild von Sinti und Roma als passiven Opfern des nationalsozialistischen Genozids. Dieser Kampf bezeugt den Widerstand der Sinti und Roma und ihren Beitrag zum Ende des Nationalsozialismus in Deutschland und Europa. 

Mit dieser Veranstaltung wollen wir uns dieser Seite der Geschichte annähern und dadurch dem Kampf der Sinti und Roma für ihr Überleben und ihre Freiheit bekannter machen. 

Anmeldungen bitte an: guillermo.ruiz@sozialfabrik.org

Organisiert von: Sozialfabrik e.V. / Amaro Foro e.V.

"Herdelezi": Roma-Straßen- und -Kulturfestival, 7. Mai 2016

   

Bild:A.Wierich/Amaro Foro       Bild:Ch.Hoffmann         Bild:Ch.Hoffmann

Am Samstag, den 7. Mai, versammelten Amaro Foro e.V. und das Rroma Informations Centrum etwa 3000 Besucher*innen in der Neuköllner Boddinstraße zum alljährlichen Herdelezi-Roma-Straßen- und -Kulturfestival. Ab 14 Uhr trafen sich hier Berliner*innen- Roma und Nicht-Roma, um gemeinsam zu feiern. An den Infoständen präsentierten etwa 25 Roma-Organisationen und -Projekte sowie andere Vereine und Initiativen ihre Arbeit, dazu gab es die ganze kulinarische Vielfalt der Balkanländer und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.