Pressemitteilung zum 8. April – Internationaler Tag der Sinti und Roma

Pressemitteilung zum 8. April – Internationaler Tag der Sinti und Roma

 
Am 8. April ist der Internationale Tag der Sinti und Roma. Aus diesem Anlass veranstaltet der interkulturelle Jugendverband Amaro Drom e.V. gemeinsam mit seinem Berliner Landesverband Amaro Foro e.V. verschiedene Aktionen. Ab 12.00 Uhr sind wir mit einem Infostand am Rathaus Neukölln vertreten. Hier finden Sie Informationsmaterial zum Internationalen Tag der Sinti und Roma. Ab 15.00 Uhr wird mit Kaffee, Kuchen und Musik das neue Büro von Amaro Foro am Weichselplatz 8 in 12045 Berlin offiziell eröffnen. Dort finden Sie neben weiteren Informationen auch eine Bücherausstellung. Um 16.00 Uhr werden wir uns gemeinsam zum Landwehrkanal begeben und Blumen ins Wasser streuen. Denn am Internationalen Tag der Sinti und Roma legen wir in ganz Europa Blumen in Flüsse, Seen und Meere, um symbolisch die Verbundenheit mit Roma in allen Teilen der Welt zum Ausdruck zu bringen.
Der nordrhein-westfälische Landesverband Terno Drom e.V. lädt ebenfalls um 14.00 Uhr zur Feier des 8. April in das djo-Jugendzentrum „Bunker“ in Düsseldorf Rath ein. 

Sinti und Roma am Internationalen Holocaustgedenktag

Am 27. Januar wird der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen (Internationaler Holocaustgedenktag). Für Merfin Demir ist das ein Anlass für einen Kurzblick auf die Minderheit der Sinti und Roma. Er erklärt, wieso die Erinnerung so wichtig ist.

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Schätzungsweise 1,1 Mio. Menschen vom Säugling bis zum Greis fanden allein in diesem Lager den Tod. Es ist daher selbstverständlich, dass gerade der 27. Januar der Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus ist. Selbst die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte diesen Tag zum „Internationalen Holocaustgedenktag“.Bekanntlich sind die Juden die größte Opfergruppe der NS-Zeit. In diesem Beitrag soll der Fokus jedoch auf die Sinti und Roma gerichtet werden. Wohlgemerkt handelt es sich bei den Sinti und Roma um keine Randgruppe. Es leben etwa 10 bis 12 Mio. Menschen dieser Minderheit in ganz Europa.

Pressemitteilung der Stiftung EVZ - Saathoff: Ein wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Nachkriegsgeschichte der Sinti und Roma in Deutschland

Pressemitteilung der Stiftung EVZ - Saathoff: Ein wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Nachkriegsgeschichte der Sinti und Roma in Deutschland 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
anliegend finden Sie die Pressemitteilung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ zu: 
Saathoff: Ein wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Nachkriegsgeschichte der Sinti und Roma in Deutschland.
 
 

Abseits im eigenen Land

Abseits im eigenen Land

Die Minderheiten Sinti und Roma im europäischen Fußball
Von Ronny Blaschke
 
Sinti und Roma werden seit Jahrhunderten ausgegrenzt, in Osteuropa sind sie oft in Lebensgefahr. Über keine anderen Minderheiten weiß die Bevölkerung so wenig und glaubt so viel Negatives zu kennen. Auch im Fußball wird Antiziganismus, die rassistische Ablehnung von Sinti und Roma, weitgehend toleriert. "Zick, zack, Zigeunerpack" gehört für viele Fans zum festen Sprachgebrauch. 
 
In Ungarn zum Beispiel hat sich in den vergangenen 20 Jahren nur ein Spieler zu seinen Roma-Wurzeln bekannt: István Pisont. Seit seinem Karriere-Ende setzt er sich für die Rechte seiner Minderheit ein, ebenso wie der Malteser Imre Kozma, der jugendliche Roma durch Fußball in die Gesellschaft eingliedern will. 
 
In Deutschland wird Antiziganismus - anders als Rassismus oder Antisemitismus - totgeschwiegen. Dabei hätte der DFB viel aufzuarbeiten: Sein früherer Präsident Felix Linnemann war während des Nationalsozialismus an der Deportation von Sinti und Roma beteiligt. So ist der Antiziganismus eines der letzten weißen Forschungsfelder des Sports. 
 
Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat
 

Asyl in der Kirche e.V. Berlin und Amaro Drom e.V. laden gemeinsam ein zu einer öffentlichen Veranstaltung

 

 

 
 
 
 
 
 
 
ROMA IN BERLIN
 
 
Asyl in der Kirche e.V. Berlin und Amaro Drom e.V. laden gemeinsam ein zu einer öffentlichen Veranstaltung
 
am Mittwoch, 19. Oktober 2011
19 Uhr bis 21 Uhr mit offenem Ende
(18.30 Uhr Andacht für Flüchtlinge)
Heilig-Kreuz-Kirche Berlin Kreuzberg
 
Wir hören an diesem Abend auf Erfahrungen aus den aktuellen Wanderungsbewegungen und sehen auf die vielfältigen Probleme in Berlin. 

Ein Fallbericht aus unserer täglichen Arbeit

Die Geschichte der Familie Burcescu
ein Fallbericht aus unserer täglichen Arbeit

Im Januar 2011 wendete sich Herr Burcescu an einen Sozialarbeiter unserer Anlaufstelle. Herr Burcescu kommt aus Rumänien und steht vor vielen Problemen: Der 37- jährige Mann lebt mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern, zwei Jungen und ein Mädchen, in nur einem Zimmer, welches sein Chef ihm vermietet. Keiner der Familie ist hier in Deutschland gemeldet, keiner ist krankenversichert, die Kinder gehen nicht zur Schule und Herr Burcescu arbeitet schwarz. Oft zahlt sein Chef ihm keinen Lohn aus, er stelle ihm schließlich eine Wohnung. 

Spenden für Schulmaterial

 

Wir suchen Spenden (Sach-, Geldspenden) für Schulmaterial zum Schulbeginn
 
Wir suchen momentan für Kinder unseres Kinderprogrammes und für Kinder aus den Familien, die wir in der Anlaufstelle beraten Spenden für Schulmaterial.
 
Das kommende Schuljahr steht vor der Tür und manche der von uns betreuten Familien können sich nicht alle Materialien für den Schulbeginn leisten.
 
Falls Sie Sachspenden abzugeben haben, so können Sie diese von Montag bis Freitag zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr in unser Büro in der Flughafenstraße 21, 12053 Berlin, bringen.
 
Sie können auch Geld spenden auf unser Konto 
Verwendungszweck: Schulmaterial
Eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden, wenn Sie uns ihre Adresse mitteilen.
 
Gebraucht werden:

RBB Abendschau 10.07.: Sommerschule für Sinti und Roma

In Neukölln leben mittlerweile Tausende Roma, 500 alleine in der Harzer Straße. Ihr Alltag ist gekennzeichnet von ausbeuterischen Arbeitgebern, Vermietern und Vorurteilen. Immer noch werden die Roma als "wanderndes Volk" wahrgenommen. Sie wollen hier bleiben - und dürfen das nach EU-Recht auch. Berlin steuert auf ein neues Integrationsproblem zu. Doch nun bewegt sich etwas im Kiez. Bildungssenator Zöllner beschließt die Finanzierung einer Sommerschule für die Kinder der Sinti- und Romafamilien. Dort gibt es Sprachunterricht, Schul-Vorbereitungskurse, deutsche Kultur und Ausflüge. Video online
Beitrag von Katalin Ambrus

 

Publikation - Aus Politik und Zeitgeschichte (BpB): Sinti und Roma

Die Ausgrenzung von Sinti und Roma in Europa begann mit der Herausbildung der Territorialstaaten. Über 500.000 aus "rassischen" Gründen als "Zigeuner" Verfolgte wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Erst 1982 erkannte die Bundesregierung den Völkermord an. Rund 70.000 Sinti und Roma sind deutsche Staatsbürger. Mehr als drei Viertel der nationalen Minderheit haben Diskriminierungserfahrungen gemacht. Nach dem Abschluss des deutsch-kosovarischen "Rückübernahmeabkommens" stehen Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien vor der Abschiebung, darunter viele, die hier geboren und aufgewachsen sind. Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten aufgetragen, nationale Roma-Strategien zu entwickeln.

Der Beitrag enthält verschiedene Artikel zum Thema "Die größte Minderheit in Europa" von Mitgliedern von ternYpe - International Roma Youth Network, Amaro Drom e.V. und Terno Drom e.V.

"WIE KANN MAN STABILE STRUKTUREN FÜR ROMA AUFBAUEN?"

Nicht nur die deutschsprachigen Straßenzeitungen fragen sich:

Durch die harten Lebensbedingungen in den ehemals sozialistischen Ländern verjagt, befindet sich europaweit eine große Zahl von Roma auf der Suche nach neuen Lebensmittelpunkten. Vom kompletten Ausschluß bis zur fraglosen Integration in den Vertrieb, zeigen die Straßenzeitungen in Berlin, Hamburg, Bochum oder Wien sehr unterschiedliche Wege die große gesellschaftliche Frage der Überlebensmöglichkeiten von Roma zu beantworten. 
Kerstin Kellermann 20.05.2011

„Als im Gorlitzer Park 200 Menschen offen campierten, war die Stadt Berlin überfordert. Die Roma kommen ganz legal mit dem Linienbus am Zentralen Omnibus Bahnhof in Deutschland an“, erzählt Hamze Bytyci von der Roma-Jugend Organisation „Amaro Drom“ und lacht. „Der Berliner Senat wollte mit dem ‚Rädlsführer’, dem ‚Zigeunerkönig’, dem patriarchalen Chef reden – so denken die. Es gab natürlich keinen Anführer.“ Hamze machte sich in Wien anläßlich des „Ideen- und Impulstages der deutschsprachigen Straßenzeitungen“, der unter dem Titel „Arm gegen Ärmer?! Roma, AsylwerberInnen und die Einheimischen – Armut in verschiedenen Kulturen“ statt fand, seine Gedanken über Jobs für osteuropäische Roma, „die ich ja nicht alle bei den Straßenzeitungen unterbringen will! “: „Rosenverkäufer, Scheibenputzer, Hilfsarbeiter bei türkischen Migranten, den wahren Drückerkolonnen – alles was an niederschwelliger Arbeit vorhanden ist, wird überrannt. In Berlin wird auch bald ein Bettelverbot kommen.“