Bleiberecht für Roma in Deutschland!

Göttingen, den 25.07.2011

 

 
Resolutionsaufruf der Kampagne alle bleiben!
 
alle bleiben! ruft alle Kommunen auf Resolutionen für ein Bleiberecht der geduldeten Roma in Deutschland zu verabschieden. Hierfür haben wir uns an die Integrationsräte vieler Städte in Deutschland gewendet, damit diese die lokale Politik hierzu anregen.
 
Derartiges funktionierte bereits in Göttingen, Münster und einigen anderen Städten. Leider sind diese Resolutionen für die Betroffenen nicht so wirkungsvoll wie man es sich erhoffen könnte, denn auch Göttingen ist weiterhin gezwungen Roma abzuschieben, wenn hierzu die Order von Landes- und Bundesebene kommt.

4. Interkulturelles djo-Jugendfestival vereint Kulturen

Pressemitteilung
4. Interkulturelles djo-Jugendfestival vereint Kulturen
Die djo-Deutsche Jugend in Europa hat vom 22. bis 24. Juli 2011 das 4. Interkulturelle djo-Jugendfestival auf der Wasserkuppe/Hessen veranstaltet. Rund 300 Teilnehmer unterschiedlicher Mitgliedsverbände gestalteten eine Begegnung der Kulturen Deutschlands. Die Programmvielfalt reichte von russischem Theater über assyrische Folklore bis hin zu deutschem Rock.
Die djo-Bundesvorsitzende Hetav Tek betont: „Wir wollen eine offene Gesellschaft, in der jeder die gleichen Chancen und gleichen Möglichkeiten der Teilhabe hat. Jeder ist gefragt durch sein Engagement diesem Ziel näher zu kommen. Es geht beim djo-Festival um interkulturelles Lernen, um Respekt und um eine Kultur des Miteinanders.“

Selbstbewusstsein schaffen VEREIN IM VEREIN: "Amaro Drom" will die Identität speziell von jungen Roma stärken.


Selbst Gebackenes, Kultur, Infos: Arsim Bytyci (links) und einige Helfer beim Aktionstag im Theater. 
Foto: schneider

FREIBURG. Vier kleine Mädchen tanzen zu Popsongs – mit der traditionellen Musik und den Tänzen der Roma hat das nichts zu tun. Viel Applaus bekommen sie trotzdem. Die Einlage im Winterer-Foyer des Theaters am Internationalen Tag der Roma am Freitag war im Sinne des Vereins "Amaro Drom": Hauptziel der international aktiven Selbstorganisation junger Roma und Nicht-Roma ist es, speziell junge Roma selbstbewusster zu machen. Ihr Aktionstag am Theater trug dazu bei.

Nachmittagsprogramm für Kinder

Von mehreren Seiten, darunter Neuköllner Schulen wie der Hermann-Boddin- und der Rixdorfer-Schule, der Hans-Fallada-Schule, dem Jugendamt Neukölln und mehreren freien Trägern, ist ein hoher Bedarf an Unterstützungsangeboten für aus Rumänien und Bulgarien eingereiste Roma-Kindern betont worden. Die Bezirksstadträtin für Bildung in Neukölln, Frau Dr. Franziska Giffey, spricht im Mai 2011 von 400 bis 500 Neuanmeldungen rumänischer und bulgarischer Kinder an den Neuköllner Schulen innerhalb der vergangenen sechs Monate.

Amaro Drom e.V. hat ein an diesem Bedarf orientiertes Angebot zur Förderung der deutschen Sprachkompetenz  von Roma-Kindern, schulischer Unterstützung und mutter-sprachlicher Elternberatung entwickelt. Mit einem Nachmittagsangebot für Kinder im Grundschulalter soll deren Bildungszugang erleichtert, ihre Bildungschancen erhöht und die Bildungseinrichtungen im Quartier unterstützt werden.
 

Kinderrechte kennen keine Herkunft

Die Bundesregierung verweigert 40.000 Flüchtlingskindern ein Leben in Würde: Medizinische Versorgung erhalten sie nur im Notfall. Ihr Zugang zu Bildung ist eingeschränkt. Und sie bekommen nicht einmal den niedrigen Hartz IV-Satz. Jetzt überprüft Sozialministerin Ursula von der Leyen die Regeln. Stoppen Sie die Diskriminierung von Flüchtlingskindern!
 
„Gleiches Recht für alle Kinder“ - so steht es in der UN-Kinderrechtskonvention und so ist es auch in Deutschland gültig. Dennoch verweigert Deutschland bisher 40.000 Kindern gleiche Rechte und ein Aufwachsen in Würde. Mit dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) unterscheidet die Politik zwischen Kindern je nach ihrem Aufenthaltsstatus und schafft damit Kinder zweiter Klasse. Flüchtlingskinder können nur bei akuter Krankheit oder Schmerzen zum Arzt. Das sonst allen zustehende Existenzminimum (Hartz IV) ist bei ihnen um mehr als ein Drittel gekürzt und sie haben in vielen Fällen einen erschwerten Zugang zu Schule und Ausbildung. Damit verweigert die Regierung diesen Kindern die Chance zur Integration und verletzt fundamentale Kinderrechte.