Antiziganismus in Deutschland - Bewusstseinsbildung hinsichtlich anti-ziganistisch motivierten Vorfällen und wirksamen Gegenstrategien 

Dieses Projekt, gefördert von der Open Society Foundations/Budapest, wurde koordiniert von Amaro Foro e.V. in Zusammenarbeit mit Sozialfabrik e.V. 

Das Hauptziel des Projektes war es, auf die wachsende Dimension antiziganistisch motivierter Diskriminierung und dem Ausschluss der Sinti und Roma aus dem sozialen und politischen Leben in Deutschland aufmerksam zu machen.  

Weitere Ziele waren 

·         die Identifikation von Instrumenten, welche diese Praktiken bekämpfen und die Gleichberechtigung und Solidarität fördern, und

·         die Unterstützung von Synergien unter Akteur_innen,  die sich für den Kampf für Gleichberechtigung und soziale Inklusion der Sinti und Roma einsetzen. 

Zur Erreichung dieser Ziele wurde ein Netzwerk zur Bekämpfung des Anti-Ziganismus in Deutschland aufgebaut. Ziel des Netzwerkes war der Kapazitätsaufbau von Sinti und Roma Organisation und anderen Nichtregierungsorganisationen, die im Bereich Anti-Diskriminierung arbeiten. Die im Netzwerk eingebundenen Organisationen wurden darin bestärkt, den spezifischen deutschen Antiziganismus wirksamer zu bekämpfen und gleichzeitig die Interessen der Sinti und Roma, insbesondere im Hinblick auf den Kampf gegen den Antiziganismus, stärker gegenüber politischen Entscheidungsträger_innen zu vertreten. Innerhalb des Netzwerkes wurden antiziganistische Vorfälle aufgelistet und das Ausmaß des Rassismus und der Diskriminierung gegen Sinti und Roma dokumentiert.  

Der Aufbau eines wirksamen und tragfähigen Netzwerkes verlangt sehr viel mehr Arbeitseinsatz und finanzielle Mittel als in diesem Projekt vorgesehenen. Dieses Projekt sollte somit als Pilotprojekt verstanden werden. Die Identifizierung von weiteren finanziellen Quellen zur Weiterführung der Arbeit nach Beendigung dieses Projektes war und ist auch nach Projektende ein weiteres Ziel.  

Um bessere Kenntnisse über spezifische Charakteristika des Antiziganismus zu erhalten und gleichzeitig Advocacy-Aktivitäten zu unterstützen, wurde im Rahmen des Projektes ferner eine Studie durchgeführt. Der hieraus entstandene Bericht "Förderprognose: negativ. Eine Bestandsaufnahme zur Diskrimnierung von Bulgar_innen und Rumän_innen mit zugeschriebenem oder tatsächlichen Roma-Hintergrund in Deutschland" zeigt anhand von Fallbeispielen und Analysen auf, dass insbesondere bulgarische und rumänische Migrant_innen mit sozio-ökonomischen Schwierigkeiten und/oder einer gebrochenen Bildungsbiographie sowohl von Behörden als auch innerhalb des Schulsystems systematisch diskriminiert werden. 

Die Studie ist online hier erhältlich. Druckexemplare können angefordert werden.           

Projektzeitraum: 15.12.2014 - 14.12.2015

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